{"id":32,"date":"2013-01-10T23:19:39","date_gmt":"2013-01-10T23:19:39","guid":{"rendered":"http:\/\/jamali.info\/ikp\/?p=32"},"modified":"2013-01-10T23:19:39","modified_gmt":"2013-01-10T23:19:39","slug":"das-all-leben-ein-gekurzter-auszug-aus-das-denken-beginnt-mit-dem-lachen-s-90-93-aus-dem-kapitel-der-mensch-als-der-schlussel-der-alle-schlosser-der-welt-offnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jamali.info\/ikp\/das-all-leben-ein-gekurzter-auszug-aus-das-denken-beginnt-mit-dem-lachen-s-90-93-aus-dem-kapitel-der-mensch-als-der-schlussel-der-alle-schlosser-der-welt-offnet\/","title":{"rendered":"Das All-Leben. Ein gek\u00fcrzter Auszug aus &#8220;Das Denken beginnt mit dem Lachen&#8221;, S. 90-93. Aus dem Kapitel: Der Mensch als der Schl\u00fcssel der alle Schl\u00f6sser der Welt \u00f6ffnet."},"content":{"rendered":"<p>Das All-Leben. Ein gek\u00fcrzter Auszug aus Manuchehr Jamali und Gita Yegane Arani-May: \u00a0&#8220;Das Denken beginnt mit dem Lachen&#8221;, S. 90-93. Aus dem Kapitel: Der Mensch als der Schl\u00fcssel der alle Schl\u00f6sser der Welt \u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>Die Sch\u00f6pfung ist in der arthaischen Weltanschaung die Weltwerdung oder Hauswerdung Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Der Name Gott (Xva-taay) ist in der Zusammenhangslosigkeit, das hei\u00dft allein stehend, sinn- und gehaltlos. Gott ist dann ein wirklicher Gott, wenn er zu Etwas wird oder sich wandelt. Die F\u00e4higkeit selbst etwas zu werden, sich zu etwas zu wandeln, bildet die wichtigste Eigenschaft eines Wesens. Dieser Gedanke r\u00fchrt von der Auffassung \u00fcber das Prim\u00e4rsein der Bewegung und der Tat in der arthaischen Kultur. Gott schafft nicht durch das Wort, sondern durch die F\u00e4higkeit sich zu bewegen, sich zu verwandeln, sich fortzuentwickeln und etwas zu tun. Und hiermit gewinnt der Gott als \u201eHaus-Gott\u201c, \u201eWelt-Gott\u201c, \u201eLand-Gott, \u201ePflanzen-Gott\u201c, \u201eWasser-Gott\u201c oder auch \u201eErd-Gott\u201c an Bedeutung und Sinn.<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6pfung ist in der Weltwerdung das \u201eselbst zum eigenen Heim, Haus oder der Wohnst\u00e4tte werden\u201c. Gott wird in der Weltwerdung seine eigene Heimat \u2013 Gott wird sich selbst zum eigenen Heim. Gott wird erst Gott, indem er sein Haus aus sei-nem eigenen Stoff und dem Leben baut. Der Begriff <em>Giyaak<\/em> (\u201eOrt\u201c) trug daher auch eine au\u00dferordentliche Bedeutung. Gott wird erst in der Welt, als seinem Haus, verwirklicht und ist vorher kein Gott. Die Welt ist der zum \u201eHaus\u201c gewordene Gott. Sie ist der reelle und wahre Leib und das Leben Gottes.<\/p>\n<p>Die Welt besteht, gleich dem Bild der \u00c4hre, aus zusammengeschlossenen H\u00e4usern, worin in jedem der gleiche Gott andersartig verwirklicht ist. Gott wird in seiner Konkretisierung zur Vielf\u00e4ltigkeit. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Und Gott ist in der Weltwerdung zur \u201eWelt-Stadt\u201c geworden, denn er wohnt in jedem Haus und ist dort geborgen und verborgen, da er selbst<\/span><\/strong> \u2013 in seiner Eigenschaft zur Mauer und zum Tor zu werden [Anmerkung zu diesem Auszug: hier liegt ein Bezug auf eine andere Textstelle im Buch vor!] \u2013 <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>die Unantastbarkeit des Lebens als Prinzip der Geborgenheit verwirklicht.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>[\u2026] Gottes H\u00e4user sind die Verwirklichung der Geborgenheit des Lebens, als Schutz vor jeglicher Verletzung und vor jeglichem Leid. Gott wohnt in jedem Haus und \u00f6ffnet sich wenn jemand sich lebensbejahend (und friedesuchend) ann\u00e4hert, und Gott verschlie\u00dft sich wenn jemand mit Zorn (mit Gewaltsinn und furchtausl\u00f6send) kommt. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Gott und das G\u00f6ttliche wird und wandelt sich in jedem Leib zur <em>Xrad<\/em><\/strong><\/span> ( <em>Xratu = Xra + rathu<\/em> ), die der W\u00e4chter und <em>Paanaag<\/em> = engl. \u201e<em>guard<\/em>\u201c und der <em>Paas-nigaastaar<\/em> des Lebens in dem Haus ist. Das deutsche Wort \u201eauf-passen\u201c entspricht diesem Wort <em>paas<\/em> im Persischen, das \u201esch\u00fctzen\u201c und \u201eaufmerksam sein\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Das Geborgensein oder das Gesch\u00fctztsein des Lebens, das im Haus hinter der Mauer und dem Tor verborgen liegt, wird durch die <em>Xrad<\/em> gew\u00e4hrleistet. Der Bau des Hauses als das Gebor-gensein und Gesch\u00fctzsein vor jeglicher Verletzung = <em>Panaah az Gazand<\/em>, ist der Sinn und der Zweck des Hauses auch im Schahnameh (in der Erz\u00e4hlung von Jamschid). <em>Panaah<\/em>, das das Geborgen- oder Gesch\u00fctztsein des Lebens bedeutet, und auch das Wort <em>Negah-<strong>baane<\/strong> Djan<\/em> = \u201eW\u00e4chter des Lebens\u201c = \u201eder das Leben mittels seines Blickes oder seiner <em>Xrad<\/em> frei von Angst und Leid h\u00e4lt\u201c, sind genau dasselbe Wort <em>Paaneh<\/em>, das als <em>Paan<\/em> = <em>Baan<\/em> im Persischen zur Endsilbe vieler W\u00f6rter geworden ist.<\/p>\n<p>Der Balken, der hinter zwei T\u00fcrfl\u00fcgeln angebracht wird, hei\u00dft auch <em>Paaneh<\/em>. Und wie auch Mithras, <em>Manthre<\/em> und <em>Kadeh<\/em> (<em>Kaat, Kad, Kat<\/em>), versinnbildlichte er die Geborgenheit des Lebens ge-gen\u00fcber den \u201aGegens\u00e4tzen des Lebens\u2019. Die Derwische im Iran haben sich, indem sie sich auf die \u00dcberlieferungen und die noch lebendigen Traditionen bezogen, selbst auch mit dem Namen \u201e<em>Ghalander<\/em>\u201c bezeichnet, als einem Begriff der den Gedanken der Unantastbarkeit und der Heiligkeit des Lebens zum Ausdruck brachte [Anmerkung zu diesem Auszug: hier liegt ein Bezug auf eine andere Textstelle im Buch vor!]. [\u2026]<\/p>\n<p><strong>Der menschliche Leib ist der hausgewordene Gott<\/strong><\/p>\n<p>Dass Artha ihre Weltwerdung als Hauswerdung vollzieht, sieht man bereits an der Vorstellung \u00fcber den Aufbau des Menschen. Farvard (Artha Farvard) ist das Feuerkorn, das den Lebenskeim des Menschen bildet. Farvard ist die wachsende, sich erhebende und aufbauende Kraft, die den menschlichen Leib als ihr Haus errichtet (in den \u201aAuswahlen des Zatspram\u2019). Gott ist der Maurer oder Architekt seines eigenen Hauses, er bildet den Leib als seine Wohnst\u00e4tte. Der menschliche K\u00f6rper ist das Haus, das Gott (Artha) aus sich selbst baut um darin zu leben. Gott wird <em>Tan<\/em>, die k\u00f6rperliche materielle Welt und die <em>Tankard<\/em> = \u201eVerk\u00f6rperung\u201c wurde gleich einem Hausaufbau verstanden. Im Schahnameh wird das \u201edie Welt <em>sch\u00f6n<\/em> zu ordnen\u201c (das die Politik und das Herrschen bezeichnet = <em>a-rastan<\/em> = <em>a-radhenitan<\/em>) auch mit dem Hausaufbau gleichgesetzt.<strong><span style=\"color: #ff0000;\"> Der K\u00f6rper jedes Lebewesens wird als ein Haus verstanden, wo das Leben verborgen, in Geborgenheit ist.<\/span><\/strong> Diese Idee des Hauses versinnbildlicht \u00fcberhaupt die Grundidee des iranischen Welt-verst\u00e4ndnisses. Die Welt und ihre Geschichte in der Zeit ist ein Aufbau eines Hauses.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das All-Leben. 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