Mithraic backgrounds and their Iranian roots: What’s the symbolism of the bull’s raised tail with the three ears of grain? By Manuchehr Jamali and Gita Yegane Arani-May

Mithraic backgrounds and their Iranian roots:
What’s the symbolism of the bull’s raised tail with the three ears of grain?
Manuchehr Jamali and Gita Yegane Arani-May

Why do ears of grain grow out of the raised bull’s tail?

No bull raises his tail straight up, nor does one or three ears of grain grow at the tip of any bull’s tail. What type of worldview do we see in this symbolism that merges animal with plant life? The image of the “ear of grain” and the early philosophical conceptions tied to this symbol, held a central meaning in the early Iranian civilisation and their religious ideas. A basic concept they held was represented in their equation of growth (as pertaining to plants) and birth (in animal life). » read the full article as a PDF

Hintergründe des Mithraismus und seiner persischen Wurzeln: Was bedeutet das mithraistische Symbol des erhobenen Stierschwanzes mit der dreiteiligen Ährenkrone?

Hintergründe des Mithraismus und seiner persischen Wurzeln:
Was bedeutet das mithraistische Symbol des erhobenen Stierschwanzes mit der dreiteiligen Ährenkrone?
Manuchehr Jamali und Gita Yegane Arani-May

Warum wächst die Ähre auf dem erhobenen Stierschwanz?
Kein Rind hebt seinen Schwanz steil erhoben hoch und an keiner Schwanzspitze eines Stieres wachsen drei oder eine Ähre. Auf welche Art der Weltanschauung weist diese Verbindung von tierischem Leben mit der Pflanzenwelt hin? Das Bild und das gedankliche Konzept der „Ähre“ waren von zentraler Bedeutung in der Symbolik der frühen iranischen Weltanschauung und in deren Religionsvorstellungen. Ihren Anschauungen zugrunde lag eine Gleichsetzung von Wachstum und Geburt. » Diesen Artikel als PDF weiterlesen

Molavi Balkhi (Rumi) und die Wiedererscheinung von Simorghs Tochter Ram

Molavi Balkhi
Molavi Balkhi (Rumi) und die Wiedererscheinung von Simorghs Tochter Ram, der Göttin der Musik, des Tanzes, der Dichtung und der durch die Suche und eigenen Erprobung erlangten Erkenntnis
Manuchehr Jamali in Zusammenarbeit mit Gita Yegane Arani-May

Ich bin Tarab – ich bin Tarab
und die Venus ‚spielt meinen Klang’
– Molavi (Rumi)

Das persische Wort „Tarab“ bedeutet die höchste Art der Freude, die einen Menschen leicht und schwungvoll macht. Molavi erlebt sich als solch eine Freude, die sich im gesamten Werk seiner Lyrik im Tanze, Jubel und Taumel befindet. Jede schwerwiegende Idee und jeder enge Begriff wird in seiner Dichtung in Schwingungen versetzt. Die Venus, die einst Luzifer war, die mit Satan gleichgesetzt und als Staaten-zerstörende gefürchtet wurde, ist die Göttin, die in Molavis Lyrik häufig vorkommt, was in der persischen Dichtung einmalig ist. Molavi betrachtet die Venus als seinen geistigen Stern.

O Venus, O Mond (= Simorgh). Aus Euren flammenden Gesichtern
macht ihr meine beiden Augen zu zwei Flammen.
O Du, Tarab, Schöpfer meines Herzens,
Du beschäftigst meinen Geist vollständig.

Solch eine Persönlichkeit – Molavi – schreibt in seinem Mathnawi über die Geheimnisse der Liebe, aber er spricht sich dort aus in anderen Personen, anhand der Geschichten anderer und aus derer gelebter Perspektiven. Im Mathnawi bleibt Molavi zurückhaltend und kommt dem gläubigen Moslem entgegen. Er findet aber immer Gelegenheiten die Grenzen zu überschreiten und geht mit Leichtigkeit wieder in die gemäßigte Haltung zurück. In seiner Lyrik verliert er die Zurückhaltung und bricht aus sich heraus, vulkangleich, indem er direkt spricht, alles direkt sagt. Sein tiefstes Innerstes befindet sich in seiner Dichtung im Jubel und Tanz. Ein aus dem Dunklen quellender Kanal oder die Wasser der Kariz – das ist das Kanal- und Brunnensystem, mit dem man schon Jahrhunderte lang tradi-tionell im Iran die Bewässerung betreibt, und mit dem Molavi oft die Menschen vergleicht – brechen in seiner Lyrik hervor wie ein Ozean der Wahrheit.

Die Wogen – der Ozean der Wahrheiten, die den Berg Ghaf umschlingen
springen aus uns, weil wir die Kariz sind

In der frühen iranischen Kultur glaubte man, dass an dem Ort, an dem der Baum des Lebens im Ozean wächst, und auf dem Simorgh als Ähre des Baumes nistet, unzählige tiefe Kanäle (Karizan) liegen, die zu allen Bäumen auf der Welt führen. Das heißt, dass alle Menschen – die Samen Simorghs sind – direkt vom Gott (Simorgh) mit Wasser versorgt werden. Die Erkenntnis jedes Menschen gleicht einem Jugh (Gebundenheitsform) als einer Vereinigung von Gott, der das Wasser ist, mit dem Samen, der der Mensch ist. Dieses mythische Bild umfasst auch die Ursprünglichkeit jedes Menschen: Der Mensch als ein Same der Ähre Gottes, wird unmittelbar vom Ozean Gottes bewässert. Für Molavi ist das Leben deshalb in dieser Welt schon die andauernde Umarmung des Menschen mit Gott. » Diesen Artikel als PDF weiterlesen

Rostam und Sohrab

Shahnameh
‚Rostam und Sohrab’
Die Idee vom “Maß” als gestaltende Kraft in der altiranischen Weltanschauung
M. Jamali in Zusammenarbeit mit G.Y. Arani

In diesem Text wird beschrieben wie das “Maß”, als ein innerlicher Prozess des Auswägens zwischen Verschiedenem, Teil von Erkenntnis ist. Die dieser Erkenntnis zugrundeliegenden Prinzipien, finden sich in den Gottheitsvorstellungen im vor-Zoroastrischen Iran. Das Kontinuum der alten und tiefen Denkbilder des Irans hat sich in den Shahnameh-Epos hinein tradiert und findet dort seinen zeitübergreifenden Ausdruck. » Diesen Artikel als PDF lesen