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Manuchehr Jamali und Gita Yegane Arani-May

Hintergründe des Mithraismus und seiner persischen Wurzeln: Was bedeutet das mithraistische Symbol des erhobenen Stierschwanzes mit der dreiteiligen Ährenkrone?

Warum wächst die Ähre auf dem erhobenen Stierschwanz?

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Dieser Text in: Philozoe, zum Beispiel Mithras II

Kein Rind hebt seinen Schwanz steil erhoben hoch und an keiner Schwanzspitze eines Stieres wachsen drei oder eine Ähre. Auf welche Art der Weltanschauung weist diese Verbindung von tierischem Leben mit der Pflanzenwelt hin? Das Bild und das gedankliche Konzept der „Ähre“ waren von zentraler Bedeutung in der Symbolik der frühen iranischen Weltan- schauung und in deren Religionsvorstellungen. Ihren Anschauungen zugrunde lag eine Gleichsetzung von Wachstum und Geburt.

Das persische Wort Tokhm bedeutet „Pflanzensame“ und auch „Sperma“. Kashtan, das „das Säen von Pflanzen“, die „Aussaat“, bezeichnet, bedeutet auch „befruchten“. Der Begriff Tokhm (Same) wurde gleichgesetzt mit dem Begriff des Feuers. Das brennende Feuer war aber hiermit nicht gemeint, sondern in jedem Samen liegt ein nichtbrennendes Feuer (eine Wärme = die schöpferische Dynamik und Mithra = Liebe) verborgen. Das Leben (Djaan = Gi = Gaya = Gi + Yaan) an sich wurde auch Tokhme Atesh = „Feuersame“ genannt. Der Begriff wakhsch, „wachsen“, bezeichnet zugleich das Wachstum und das Entflammen, beides zusammen. Die frühe iranische zentrale Gottheit war verbildlicht als eine Sammlung von Feuerwürfeln, und „die Ähre“ – das Bild, das diese Gottheit primär versinnbildlichte – setzte man auch mit den „Feuerwürfeln“ in einem Feuerherd gleich.

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Jeder „Same“ (das pflanzliche, das tierliche oder das menschliche Lebensfeuer: „Atashe Jaan“) hat durch ein in ihm verborgenes Feuer den inneren Drang „sich zu erheben“ und sich eine äußere Form zu geben, vom Dunkel des Innern heraus zur Sichtbarkeit. Jeder Samen der zu Boden fällt, erhebt sich, strebt aufwärts, durch diesen als solchen begriffenen „Wind“ (Luft = Atem = Feuererzeuger = Entflammer = Azar Forouz) der motivierten Bewegung und ragt empor (entsteht). Etwas „ist“ wenn es rechtens hochsteht. Das verborgene Lebensfeuer aber entzündete sich durch den Wind = Waaaz = Waay.

Die iranische Gottheit nannte man auch Waaye beh = „guter Wind“ und Naaye beh = „gute Flöte“. Die gute Flöte ist die Quelle des Lebenswindes, des Lebenshauches und des Lebensfeuers. Der gute Wind, der gleichzeitig eine Weise, eine musikalische Melodie ist, wurde mit der „guten Flöte“ identifiziert, die man wiederum auch als „die Jungfrau“ bezeichnete.

Die Trompeten und die großen Blasinstrumente, die die alten Iraner im Krieg gebrauchten nannte man Gaw dum = „Rinderschwanz“. Ein gutes Pferd bezeichnete man auch als „Bambus-“ oder „Schilfrohrschwanz“ (Khayzaran dum = wörtl. Bambus-Schwanz).

Das „Pferd“,  Asb,  wird  in  der  klassischen  iranischen  Literatur  auch  Bad-e  Djaan  = „Lebenswind“ gennannt. Bad ist der „Wind“ = Waay, und Waay wiederum ist die „Naaye Be“ (die gute Flöte). Die Bezeichnung Bad-e Djaan weist auf die Verbindung des „Bambus- schwanzes“ mit einer schöpferischen Eigenschaft hin: Der „Wind“, Bad, ist „Waaye be“, und das ist auch der Titel der iranischen Gottheit gewesen. Der Schwanz stand für den Ort der Wiederschöpfung.

Was hat der Schwanz eines Rindes mit einer Posaune zu tun? Das Wort Dum = „Schwanz“ bedeutete nicht nur „das Ende“ im Sinne des Punktes an dem etwas abschließt, sondern auch „Ort der Wiederauferstehung“. Dombale bedeutet ebenso „Schweif“ und „dombale chizi raftan“ heißt einer Sache nachgehen. Das Wort Dombale bedeutet aber auch „Fortsetzung“ und in dem Sinne „Spitze“.

Die Pfauenfedern hießen Dume Tavoos = „Pfauenschwanz“. Der Pfau wurde wegen seines bunten Schwanzes als der Vogel der Wiederauferstehung oder der Erneuerung bezeichntet (Frash-murw).

Im Persischen heißt der Weizen Gan-dum = Gund-dum, was soviel bedeutet wie: „Leben am Schwanz“ oder „Ähre (Gund) am Schwanz (Spitze)“ und er war ein Wiederauferstehungs- symbol. Weil sich am Ende eines Tierschwanzes häufig ein Büschel Haare befindet und am Schwanz der Vögel ein Fächer von Federn wächst, und da das Haar in dieser damaligen Weltanschauung eine besondere zentrale Rolle spietle, können wir diese Art der Gleichsetzung soweit erklären.

In den Pahlavi-Texten wird das Haar mit den Pflanzen gleichgesetzt, doch das Haar (Muy = Mu = Giss) trug im Persischen ursprünglich die Konnotation der „Flöte“. Das Wort Musik selbst, das sich aus den Morphemen Mu-se (Muse = Musi) zusammensetzt, heißt „drei Flöten“ = „Flöte“ – woraus sich auch der Entstehungszusammenhang des Wortes erklären lässt.

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Der Vogel (Mare-gha = Tan-guria) steht als Verkörperung des Ursprunges der Welter- neuerung und gerade die Erdgöttin, die im Shahnameh-Mythos Gave Barmaye (Kuh von Barmayun) genannt wird, wird dort beschrieben als „die mit Pfauenehaaren (des männlichen Tieres) als Schwanz“.

Den Schwanz verbildlichte man auch als Feuer, als Flamme und als Ähre. Das Wort Dum = „Schwanz“ bedeutet im Persischen auch „Feuer“ und „Flamme“.

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Die Ähre, die aus den verbundenen Körnern bzw. Samen besteht, wird in der iranischen Mythologie auch mit brennbaren Feuerwürfeln gleichgesetzt. Die Gottheit, die Ursprung allen Seins und das Urelement allen Lebens ist = Artha, ist die Göttin des Feuers und der Samen („Feuerssamen“). Alle Urelemente des Lebendigen werden als Feuersamen begriffen, durch die Gleichsetzung von „Feuer“ und „Samen“. So wurde die Ähre wie eine Feuerflamme oder auch eine brennende Fackel dargestellt. Das Wort „Soak“, das auch Weizenähre bedeutet, trägt gleichermaßen die Bedeutung der „Feuerflamme“.

Hierin sehen wir auch den Grund, warum Cautes = Raschn, und Cautopates = Sorousch – Raschn und Sorousch entsprechen mythologisch in ihrer Rolle und Funktion den Gestalten des Cautes und Cautopates im Mithraismus – eine Fackel in ihrer Hand tragen und warum Sorousch (Cautopates) im Schahnameh Haare hat, die bis zur Erde reichen. Die Haare am Kopf wurden mit dem Symbol dreier Ähren gleichgesetzt.

Sorousch und Raschn waren beide „Feuerentzünder“, sie waren diejenigen, die das Feuer entzünden. Dieses Feuer-Entzünden repräsentierte die Wiedergeburt und die Neu-Schöpfung. Der   Begriff   des   „Feuerentzündens“   bedeutete   das   „zum   Leben   erwecken“   und „Wiedergeburt“. Sorusch, Raschn und Artha wurden aus diesem Grunde alle als Kavat:

„Neueröffner“ bezeichnet. Die Göttin Artha nannte man in der Region Sijistans (Sistan) Kavat. In der persischen Literatur ist Kavat die „Türschwelle“. Die Gottheit Artha wird durch den 1. Monat der Jahres (Farvardin) symbolisiert. Sie ist die Eröffnerin des Jahres. Die Türschwelle (Kavat) verbildlicht den Gedanken der Eröffnung zum Neuen. Cautes und Cautopates eröffnen das Tor zum Tag, sie verkörpern die Schwelle zwischen Nacht und Tag.

Raschn und Sorousch tragen gleich Geburtshelfern den Sonnensamen, der zyklisch zu jeder Mitternacht zur Entstehung kommt, und verhelfen diesen Keim zur Geburt. Cautes (Caut-es) entspricht dem Wort Kavat, das wie bereits gesagt Erneuerer, Neueröffner und Schwelle bedeutet. Cautopates (Caut-o-pat-es) bedeutet der Partner (der andere Teil des Paares oder der Zwilling) und er ist der Mitarbeiter des Cautes. Diese beiden haben die Aufgabe die Wiedergeburt oder Wiederauferstehung (Frashgart = ‚Frischwerdung’) zustande zu bringen. Cautes ist in einer Reliefdarstellung aus Carnuntum (Österreich) dargestellt mit der erhobenen Fackel (Flamme) in der rechten Hand und einer Ähre in der linken Hand.

Die iranische Gottheit hieß Arta-Xusht, „Artha, die Ähre“

Die frühe zentrale iranische Gottheit war verbildlicht als eine Ähre. Ihre Samen oder Feuersamen (Artha = Axv = Praan = Fran) waren die Urelemente allen Lebens in der Welt. Diese Feuersamen sind in jedem Leib ( = Tan, das auch Mutterleib und Feuerplatz oder Herd bedeutete) geborgen und mit dem Körper geeint. Dies wurde als Liebe (Mithra = Maetha) und Vereinigung des göttlichens Wesens mit der weltlichen Materie verstanden.

Die Schöpfung (A-fri-dan) war ein sich zu allem lebendigen Verwandeln (fri = lieben) und sich mit allem Verbindendes. Maetha, aus dem später das Wort Mithra entstanden ist, bedeutete 1. Paar und 2. Vereinigung.

Die Gottheit wurde auch Artha-vahisht, And-o-hesht und Artkusht genannt. And bedeutet in Sanskrit „Samen“. Artha oder Ard war das „Urelement“ von allem Lebendigen. Das Wort heshtan (va-heshtan) und vaheshtan bedeutete „die Samen in die Erde zu pflanzen“ oder die geschlechtliche Befruchtung im Mutterleib. Der Begriff Va-hisht wird von den Zoroastriern als „das Beste“ übersetzt und als „das jenseitige Paradies“ verstanden. Behest, das dem Wort Vahisht entspricht, heißt im Persischen noch heute „Paradies“.

Das Bild bzw. das Konzept der „Ähre“ stand einerseits für 1. die Verbindung und die Vereinigung allen Seins und von allem Lebendigen (Liebe) und 2. andererseits für den Reichtum der Variationen, der Mannigfaltigkeiten, der Verschiedenheiten. Das Bild der Ähre stellt nicht die Wiederholung gleicher Teile dar; die Körner, die die Samen sind, sah man als das erste Element aller unterschiedlichen, verschiedenartigen Wesen. Die Ähre trug kein Korn das dem anderen glich, sondern stellte den Ausgangspunkt der Diversität dar. Die Gottheit war der Ursprung aller Andersartigkeit, aller Verschiedenheit und aller Farben. Der Gottes- Samen (Artha) verwandelte sich in der Schöpfung zu allen verschiedenartigen Formen und offenbarte sich in der Diversität. Der Urzustand (Tokhm bedeutet in seiner Form „Tum“ auch „Dunkelheit“) selbst blieb aber dunkel, ungreifbar und unsichtbar. Das heißt, wenn die Gottheit sichtbar wurde, so wurde sie allein in den Verschiedenheiten sichtbar. Ihre Unsichtbarkeit war der Zustand des Dunklen. Solch eine „Ähre“ war dieser Gott.

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Das Wesen der Gottheit, das auch in jedem ihrer Samen gleichermaßen lag, bestand aus der Zusammengesetztheit zweier Prinzipien oder Kräfte. Das Gottheitsbild wurde daher auch „Hu-vis = gute Zweiheit“ genannt.

Einerseits war die Gottheit eine Ähre (als Bild des gebundenen Samens, „das zusammengesetzte Feuer“) und andererseits war sie das Lebenswasser (alle Liquiden, die Essenz der Pflanzen und das Blut oder die Milch der Tiere und der Menschen nannte man „Wasser“ = Ape = Awe). Durch die miteinander verbundene Zweiheit wurde das Wesen der Gottheit als eine Trinität verstanden, die veranschaulicht wurde in unterschiedlichen Formen wie der Dreiblättrigkeit, der Dreisämigkeit, Dreiäugigkeit, Dreifüssigkeit, drei Ähren habend, drei Flöten usw.

Die Art der Gebundenheit zweier Füsse oder eines Paares Flügeln oder aber auch des Wassers mit dem Samen und des Körpers mit dem Lebensfeuer, war eine Gebundenheit durch ein „unsichtbares Drittes“. Diese Verbundenheitsform war das, was als „Mithras“, Maetha = Paar und Vereinigung verstanden wurde.

Das Wort „Ähre“: Xushe (Xushu = Ukushu) bedeutet im Sogdischen die Zahl Sechs. Das heutige Wort „Sechs“: Shesh im Persischen setzt sich aus She + She = Se + Se = 3 + 3 zusammen. Das Bild und die Symbolik der „Khushe“ selbst ist das dreier Paare = 3 x 2. Art- xusht ist eine Ähre, die drei Paar Samen trägt. Die „Ähre“ wurde mit der Sternengruppe der Plejaden gleichgesetzt, die im Persischen auch als „Sechsling“ bezeichnet wurden.

Der Grund warum Mithras mit dem Dolch die Ader des Urrindes durchschneidet, lässt sich folgendermaßen erklären: Drei Blätter wachsen aus dem Blut, das den Adern entströmt. Im iranischen Mythos, im Buche Bundahishn, werden die Ader und das Blut mit der Gottheit Arthakhusht gleichgesetzt. Das heißt, die Adern wurden mit dieser Gottheit identifiziert und die Hauptschlagader, die aus dem Herzen kommt und sich in zwei Teile teilt, wurde nach ihr „Aorta“ genannt. Man nannte die Gottheit Artha auch Urt (Urt-vahisht).

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Das Wort, das später nurnoch Xushe = „Ähre“ lautete, setze sich urspünglich zusammen aus Axv + she (Axv + 3) und hieß ursprünglich Axushe = Ukxushe. Dieses Wort bedeutete „drei Ursamen“. Axu ist das „Ur-Seins-Element“. Es ist das Grundelement des Seins und des Lebens, und es ist auch das „an sich sein“ (das Selbst). Das Endsuffix She entspricht dem „Se“, das heißt der Zahl Drei. Akhusche ist im Persischen Mythos das dreiteilige Urelement, die Ursamen (Axv = Xva = Uva).

Das Axv bildet das Zentrum der 5-teiligen Lebenssubstanz des Menschen. Das menschliche Wesen setzt sich zusammen aus 5 Elementen: 1. Axv + 2. Buy + 3. Urva + 4. Daena + 5. Fravashi und aus dem Axv entwickeln sich vier Kräfte (vier Flügel, vier Blätter).

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Art-khuscht (Artha, die Ähre) wird am Firmament mit den Plejaden gleichgesetzt, die im Persischen Sprachraum Khusche Parvin und auch Palm, Sheshak, Pirou u.a., und die im Arabischen Sorayya ( = Thriyya = 3) gennant werden. Aus dieser Ähre (der Xusche Parvin = Plejaden) am Firmament enstehen die sechs Teile der irdischen Schöpfung: 1. der wolkige Himmel, 2. das Wasser, 3. der Boden, die Erde, 4. die Pflanzenwelt 5. die Tierwelt (so insbesondere auch Gaospenta = das „sich vermehrende Rind“, das gleichbedeutend ist mit dem Kleinvieh) und 6. die Menschenwelt. Die Iraner zählten aus dem Grund auch sechs Jahreszeiten, die mit diesem Entstehungszyklus korrespondierten.

Man sah die Plejaden als sechs Keime oder Samen, die sich in einem „Mutterleib“, dem Halbmond, verbinden. Nach der damaligen Vorstellung setzte sich der Vollmond aus den Plejaden und dem Halbmond zusammen. Er zeigte ihren vereinigten Zustand an. Die Plejaden und der Halbmond bilden ein Paar, das „ den Samen und den Mutterleib“ verkörperte, und das man als den schöpferischen Anfang begriff. Aus der Zusammenkunft dieser beider Himmelsteile wurde die Welt geboren.

Die Paarung des Halbmondes mit den Plejaden hieß Vinas (Ghunas), das ursprünglich „Liebe“ bedeutete und für die Urliebe stand. In der zoroastrischen Theologie vollzog sich die Umbildung des Begriffes Vinas zu Gonah, der Sünde, nämlich der Ursünde. Der Begriff entspricht auch dem arabischen Jonah = Sünde.

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Der Halbmond, der Himmelsmuttterleib, spielte die Rolle einer Art Garten, denn dort begannen alle Lebenssamen zu keimen (das Urrind, das im Halbmond ersteht in den Mithras- Darstellungen). Dann werden alle die Sprösslinge in den Tan = den Körper u.z. aller irdischer Lebewesen und Pflanzenkörper gelegt (gestreut, kashtan). Der Körper entspricht in seiner Bedeutung dem „Mutterleib“. Der Mond wird im Kurdischen auch Mang genannt, das ist der gleiche Name, den auch das mythologische Erd-Rind trägt. Sie beide, Mond und Erd-Rind, waren identisch mit der „Ähre“ (Khushe Parvin, den Plejaden). Der zoroastrischen Überlieferung zufolge wachsen verschiedene Pflanzen aus den verschiedenen Organen des Urrindes.

Wie wir bereits erwähnten, war das Wesen „Art-khuschts“ die verbundene Zweiheit. Dies bedeutete auch, dass das männliche und das weibliche zusammengehörig waren (Urrind = Kuh und Stier) und damit verband sich auch die Symbolik der Vereinigung des Samens mit dem Mutterleib. Die Bezeichnung für einen ehrwürdigen Herrn war im Persichen jahr- hundertelang das Wort Khajeh (Khava-je), das Hermaphrodit bedeutet. Auch die heutige Ehrenbezeichnung Djenab trägt diese Bedeutung. Der große iranische Held des Shahnameh, Rostam, wurde Tahm-tan genant (Tokhm-tan = Samen-Mutterleib), das ebenso die Bedeutung von Hermaphrodit trägt. Die zusammengesetzte Zweiheit (Trinität) hatte den Sinn des schöpferischen Agens ( – der Bewegung, des Lichts, des Maßes, der Freude).

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Der Unterschied zwischen dem zoroastrischen und dem mithraischen Urrind ist der folgende:

Das zoroastrische Urrind wird von Angra Mainyu (Ahriman) tödlich verletzt. Das Ziel Ahrimans ist es, das Leben in der Welt zu vernichten. Die „Artha“-Samen sind aber immer siegreich (Pirooz), da sie die Kraft haben, sich immer wieder von selbst zu erneuern. So sind alle Bemühungen Angra Mainyus umsonst. Aus allen Teilen des Rindes (das mit „Parvins Ähre“ / iو3z ﻪ p gleichgesetzt wird) entsteht das Wachstum von neuem durch die Absorbierung des Wassers, das in dem neben dem Rind gelegenem Fluss, dem Flusse Veh Daiti, fliesst. Das Urrind erfährt ein erneutes „Frischwerden“ = Frashgart.

Im Mithraismus ist Mithras der Schöpfer durch seinen Dolch, indem er damit die Ader des Urrindes durchschneidet. Hier fehlt die Darstellung des Flusses. An die Stelle des Prozesses der Wiedererstehung tritt der Akt des Durchtrennens der Lebensadern des All-Lebens durch den Gott mit seinem Kurzschwert. Mit dem Schnitt in die Blutadern bewirkt Mithras die vermeintliche Wiederauferstehung (Frashgart) des Lebens. Wasser kann man nicht zerschneiden oder durchtrennen, aber die Adern, durch die das Blut fließt – die man auch als einen „Fluss“ verstand – konnten durchtrennt werden.

Die Ader war identisch mit der Gottheit Artha. Durch die Opferung findet im Mithraismus die Erneuerung statt, und mit der gewaltsamen Unterbrechung der Lebensadern entsteht der Gedanke des Bündnisses (Mitre) und tritt an die Stelle der Liebe (Mehr).

Der Same und die Vereinigung des Samens mit dem Wasser stellten die Liebe dar, der Vertrag aber kam durch das Durchtrennende zustande.

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چاشنی های اندیشه

هر حقیقتی

هر حقیقتی، تا هنگامی حقیقت میماند که شکی در برابرش بایستد و از نو، بپرسد و همیشه از نو، پاسخ بیابد. و هر حقیقتی که، شکی را که در برابرش میایستد، نابود میسازد، تا حقیقت بماند، دروغیست که توانائی اندیشیدن را در انسان از بین میبرد، و انسان را بی ارج میسازد.

 – منوچهر جمالی

Etching and painting by Farangis G. Yegane.

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ashar

Read poems 1

من ترازو فروشم

https://www.jamali.info/verse/man_tarazu_forosham_1.mp3


من نقشي بي قابم

https://www.jamali.info/verse/man_naghshi_bighabam_1.mp3


ميوه بي تخم

https://www.jamali.info/verse/mive_bi_tokhme_1.mp3
Fruit without Seeds (english version)


پيام فرعون به جمشيد

https://www.jamali.info/verse/payame_ferawn_1.mp3


هم شهباز و هم لاک پشت

https://www.jamali.info/verse/shahbaz_lakposht_1.mp3

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ketabha

Reading list 1

بسوی حکومت فرهنگی


https://www.jamali.info/ketabha/BE-SUYE-HOKOMAT-E-FARHANGI-P1V2.pdf


ایران به آهنگ سیمرغ
پا میکوبد و دست میافشاند و آواز میخواند

https://www.jamali.info/ketabha/Iran-Be-Ahange-simorgh.pdf


پژوهشی در شاهنامه فردوسی

آیا ما همان جمشیدیم
که به دو نیمه اره شد؟
( سیامک ، جمشید ، ایرج ،سیاوش ، امام حسین )

تخمه ای ، که آتش خودرا ، در گیتی می افشاند
( اندیشه هائی پیرامون شاهنامه )

https://www.jamali.info/ketabha/AYA-MA-HAMAN-JAMSHIDIM.pdf


انسان، اندازهِ حکومت
در فرهنگ ایران انسان، اندازهِ حکومتست
از سخنرانیهائی که در شهر گوتبورگ سوئد شده است

https://www.jamali.info/ketabha/ensan-andaze-ye-hokomat.pdf


دست افشانی ِ معنا و پا کوبی ِ کلمه
اندیشیدن ، خندیدنست
( بهمن )
فرهنگ زنخدائی در ایران
دفتر دوم ازمجموعه
اسطوره ˂ نقش ˂ خوشه مفاهیم ˂ مفهوم ˂ فلسفه

https://www.jamali.info/ketabha/Andishidan-khandidan-ast.pdf


اندیشه هایی که آبستن هستند

https://www.jamali.info/ketabha/ANDISHE-HA-KE-ABESTAN-JAMALI.pdf


دموکراسی ، یک انقلاب زبانست. زبان تفاهم به جای زبان فرمان ، به جای زبان خدا ، به جای زبان قدرت ، به جای زبان ترس ، به جای زبان وحدت ، به جای زبان تئولوژی
به جای زبان دین

اقلیت و آزادی

https://www.jamali.info/ketabha/AGHALIAAT-VA-AZADI_SCAN.pdf


از هومنی در فرهنگِ ایران تا هومنیسم در باختر
Humanism Before Humanism: Iranian Culture Before Zarathustra

https://www.jamali.info/ketabha/AZ-HUMANI-TA-HUMNISM-JAMALI.pdf


از همه و از هیچ

https://www.jamali.info/ketabha/az-hame-va-az-hich_jamali.pdf


از کیومرث تا جمشید
پژوهشی درباره شاهنامه

https://www.jamali.info/ketabha/AZ-KIOMARS-TA-JAMSHID.pdf


از عرفان ِ پهلوانی

https://www.jamali.info/ketabha/az-Erfan-e-Pahlevani.pdf


از حقیقت باید گریخت

https://www.jamali.info/ketabha/AZ-HAGHIGHAT-BAYAD-GORIKHT.pdf


از چند چشمان و تک چشمان

https://www.jamali.info/ketabha/az-chand-chashm-v-tak-chashman.pdf


آزادی و همبستگی

https://www.jamali.info/ketabha/AZADI-VA-HAMBASTEGI_JAMALI.pdf


آزادی،
حق انتقاد از اسلام است

https://www.jamali.info/ketabha/azadi-hagh-e-enteghad-az-part1.pdf
https://www.jamali.info/ketabha/AZADI-HAGHE-ENTEGHD-PART2.pdf
https://www.jamali.info/ketabha/AZADI-HAGHE-ENTEGHAD-3.pdf


جامعه و حکومت بر پایه فرهنگ ایران
یا
« فرهنگشهر »
فرهنگ ایران ، فرهنگ جهانیست
و اکنون هنگام آن فرارسیده است که آنرا در جهان بگستریم
آرایش ِ جهان با فرهنگ ایران

https://www.jamali.info/ketabha/ARAYESHE-JAHAN-BA-FARHANG-PART1.pdf
https://www.jamali.info/ketabha/ARAYESHE-JAHAN-PART2.pdf
https://www.jamali.info/ketabha/ARAYESHE-JAHAN-PART1VA2.pdf


ستم ، نامه عزل شاهان بود
فردوسی
آتشی که شعله خواهد کشید

https://www.jamali.info/ketabha/ATASHI-KE-SHOLE-KAHADKESHID-1.pdf
https://www.jamali.info/ketabha/atashi-ke-shole-khahad-keshid-p2.pdf

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mehmanan

نگاهی به پندارهای استاد منوچهر جمالی

نگاهی به پندارهای استاد منوچهر جمالی

نگارش از مردو آناهيد

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این تارنگار دریچه ایست که به سوی گنجینه ی پر گهر فرهنگشهر باز می شود. این گنجینه برآیند ِ پژ.هش ها و یافته های استادی است اندیشمند، خردمند، رادمنش، هوشمند، میهن پرور که در اندیشه ی نوزایی و بازآفرینی فرهنگ ایران بوده است
استاد منوچهر جمالی (محمد يگانه ارانی) به راستی انديشمندی بود ژرف انديش، تيزبين و جوينده که نه تنها در ايران وآنکه در جهان کم همتاست. شايد در زمانی آزادانديشانی هوشمند بتوانند برآيند ِ پژوهش های او را در ديدگاهی بسيار گسترده بنگارند و نگرش ِ آيندگان را به سوی بينشی روشن به شگفتی شادمان سازند.
استاد تنها يک نويسندی پُرکار و پژوهشگری ژرف بين نيست. او جوينده ای است که ديدهگاهش، در گذرگاه زمان، گسترش يافته و پيام آور فرهنگی است که در زير خاشاک هزاره‏ ها پنهان و از بينش جهانيان زدوده شده است.
در بينش، در آموزه، در يافته ها، در پندارهای يا در جهان بينی ی اين فيلسوف رازهايی گشوده می‏ شوند، با اين که، آنها به سادگی در چند واژه بازگو شدنی هستند، ولی به کردار در چندین کتاب و جستارهای بی شمار هم نمی‏ گنجند. از اين روی تا کنون کمتر شماری از شيفتگان ِ فرهنگ به درونمايه ‏ی انديشه‏ ی نوين و يافته‏ های گرانمايه‏ ی او پی برده اند.
هر چند اين سخن، برای برخی، پيچيده و پی بردن به هسته ‏ی آن دشوار است، ولی شايد بتوانم با نمونه ای گره ِ آن را، تا اندازه ای، بگشايم. نمونه ای از جهان بينی ی استاد: ( در ” فرهنگ ايران” بُن يا سرشت هر جانی دو رنگ ِ به هم پيوسته است. بُن آفريننده ی جهان آميزش ِ دو رنگ است. خدا خوبست، چون پيوند ِ دو رنگ است که سبز می ‏شود)
همه‏ ی واژگان ِ اين پاره از گفتار استاد در خور گفتن و شنيدن هستند. دستکم شيفتگان استاد بر اين پندارند که گوهر ِ سخن او را در می ‏يابند. استاد از ” فرهنگ ِ ايران” سخن رانده است. خود ِ او بيش از ۴۰ سال پژوهش و در تاريکی های زمان، با کورمالی مرزهای اين فرهنگ را يافته و گشوده است. او فرهنگ زنخدايی را يافته است، يعنی فرهنگ خرد ورزی، يعنی فرهنگ ِ آزادانديشی، يعنی فرهنگ مهر ورزی را شناسايی کرده است. شيفتگان و دلدادگان اين فرهنگ که بسياری از کتاب‏های اين استاد را خوانده اند، به باور من ، کمترين شمار از آنها می‏توانند به بُن مايه‏ ی نمونه‏ ی، اشاره شده، پی‏ ببرند.
چرا؟ آيا روشن انديشان ِ اين زمان می ‏دانند که درونمايه‏ ی “سرشت”، ” جان” يا “آفريدن” و “جهان” در فرهنگ ايران چگونه است؟ آيا خدا در “فرهنگ ِ ايران” همين درون مايه ‏ای را داشته است که در دين های ابراهيمی دارد؟ آيا کسی از مردمان امروز، به آسانی می‏ توانند، سبز شدن “خدا” را از دو رنگ در بينش خود بنگارند؟
می‏ بينيم که پی بردن به بُن مايه ‏ی فرهنگ زنخدايی ايران، از يافته های استاد جمالی، به اين سادگی هم نيست.
فروزه ای، که استاد را به کاوش و جويندگی در راه ِ فرهنگ ايران برانگيخته است، خود ِ او آن فروزه را بدين گونه می نگارد: ( در راه ِ آموزش ِ دموکراسی، يعنی پيدايش اين ايدئولوژی در اروپا، به سرگذشت ِ ايدآليست‏های آلمانی برخورد کردم که آنها از بررسی و ارزيابی ی بندادهای يونان، به اين برآيند پی بردند، که دموکراسی را می‏توان از فرهنگ يونان ِ باستان، از بنداده‏های آنان، از سرشت ِ خدايان يونان برداشت کرد نه از عفيده ‏های پسمانده‏ ی مسيحی.
با خود انديشيدم که چرا ما ايرانيان، که فرهنگی پُر بارتر از خدايان يونانی داريم، نمی توانيم به سامان کشورداری بر زمينه ی فرهنگ گوهربار خودمان برسيم. با اين آرمان، که فرهنگ ايران پاسخگوی آزاديخواهان ِ ايران است، به کندوکاو در راه باز شناسی فرهنگ ايران پرداختم.)
استاد در اين راه به نشانه‏ هايی از فرهنگی زاينده برخورد می‏ کند که از ديدگاه ِ جهانيان پنهان مانده است. زيرا آنچه که همگان به بينش ايرانيان ِ پيش از اسلام پيوند زده‏ اند باورهای زرتشتی و نوشتارهای بازمانده از زرتشتيان است. او در پژوهش‏ هايش درمی‏ يابد که آموزه‏ی زرتشتی تنها شاخه ‏ای از فرهنگ ايران است که آن هم در درازای زمان در زير ستم موبدان ِ خودپرست و فرمانروايان از خود بيگانه به زهر ِ دينمداری و مردم ستيزی آلوده شده است.
او پاره‏ها و نشانه‏ های فرهنگ ايران را مو به مو، ريز به ريز از بازمانده‏ های فرهنگی و ديدگاهای گوناگون گردآور می‏کند. او بيشترين کتاب هايی، که اندک نشانی از فرهنگ در آن نگاشته شده است، به ژرفی بررسی می کند و ريزه های يافته شده را به يکديگر پيوند می‏ زند، تا زمانی که فرهنگ باشکوه ايران دستکم بر خود ِ پژوهشگر، منوجهر جمالی، آشگار می‏ شود.
استاد از ديدن ِ آنچه که ايرانيان داشتند و چيزی که امروز گريبانگير آنها شده است دل آزرده و بسيار اندوهگين می‏ شود. اين آزردگی و اندوه نه تنها از واليان دَد منش و آهريمن چهره بر می خيزد وآنکه بيشتر از سوی نويسندگان و زباندانان ِ کوتاهنگر بر دل او فرو می‏ نشيند. چگونه آموزندگان ِ فرهنگ، که با فرهنگ ِ ايران بيگانه بودند، نگارندگان فرهنگ ايران شدند. اين کسان بدون آنکه آگاهی به فرهنگ و زبان ِ پارسی داشته باشند، با ديدگاه و بينش اسلامزده ی خود، واژگان ِ بيگانه را با کلمه ‏های عربی همسنگ و برابر انگاشته و با همين نگرش کتاب هايی را از ديگر زبانها به فارسی برگردانده ‏اند، يا واژگان پُربار ِ پارسی را جای گزينه کلمه‏ های چادرنشينان عرب کرده ‏اند.
آن کس که چشم به تارنگار ِ فرهنگشهر می گشاید، باید بینش ِ خود را از پندارهای سوداگران دینی، که نزدیک به دو هزار سال دیدگاه همگان را تاریک ساخته اند، بزداید، تا بتواند با خردی روشن و با شکیبایی در پیرامون ارزش های فرهنگ ایران به ژرفی اندیشه کند.
اگر زمان و زمینه ی باشد، در آینده بیشتر در پیرامون ِ پندارهای استاد منوچهر جمالی کاوش خواهم کرد
استاد منوجهر جمالی: زمانی به فرهنگشهر می رسیم که
سامان کشورآرایی و کشورداری بر شالوده ی فرهنگ ایران بشود

مردو آناهید
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برای برداشت ِ بهتر

برای برداشت ِ بهتر از جستارهای استاد منوچهر جمالی

مردو آناهيد

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برآیند ِ آموزه ی استاد جمالی را می توان در سخنی کوتاه چنین بازگو کرد: برای آزاد اندیشیدن، هر کس باید بکوشد تا خرد ِ خود را از بندهای ایدئولوژی و از تاریکخانه ی ایمان رها سازد تا بتواند با خردی پاک و روشن بیندیشد و بتواند راستی را در منش و در دیدگاه ِ خود بنگارد. فرمانروای کردار، رفتار و اندیشه ی هر کس خرد است نه ایمان

برای این که آسانتر و به درستی به شیره ی پژوهش های استاد پی برده شود، اندکی به زمینه ی سخنان او می پردازم:
فرهنگ: تراوش انديشه‏ی خردمندانی است در پيرامون پيدايش و سرشت يا آفرينش ِ هستی و پیوند ِ پدیده های هستی با یکدیگر. زمانی، تراوش ِ انديشه ی اين خردمندان را فرهنگ می‏نامند، که جهان بينی‏ی اين انديشمندان سنجه‏ يا زیربنایی بشود برای برخورد و آميزش مردمی، برای سامان ِ شهروندی و زمينه‏ی کشورآرايی و نيز میزانی باشد برای دادخواهی، داوری و دادستانی.
زمانی که اندیشه ی خردمندانی زیر بنای منش و دیدگاه ِ همگان بشود در پيوند با آن جهان بینی آیین ها، آرمانهای و زندگی خود را سامان بدهند. فرهنگ زنده و روینده است، از این روی پیوسته از راه جویندگی و آزمون گسترش می یابد، بهبود می یابد و دگرگون می شود.
در فرهنگ ِ ايران هر پديده ای از آميزش يا برخورد با پديده يا پديده های ديگر پيدايش می‏يابد. هيچ پديده‏ی از هيچ نمی رويد و هرگز به هيچ نمی گرايد. در اين فرهنگ خدايان از خدايی پيشين يا خدايان پيشين زاييده شدند و نيز جان بخش يا زاينده‏ی خدايی ديگر هستند. خدا پديده ايست “خود دايه” که مانند ِ خودش را می زايد. الله که نه زاييده شده و نه می زايد، درفرهنگ ايران خدا نيست. الله که غاضب، قهار، مکار و مالک ِ جهنم است از سرشت خدايی به دور است.
اسلامزدگان ِ نادان يا دزدان فرهنگ ستيز نامهای خدايان فرهنگ ايران را به الله آويزان کردند. از شوربختی برخی از ايرانياران هم، به همين شيوه، به کردار درونمايه‏ی واژگان يا ارزش‏های فرهنگ ايران را به زهر ِ شريعت اسلام آلوده می‏کنند. ويژگی‏های کردگار، ايزد، يزدان، جان، جانان، دگرسو با الله ِ قادر و عذاب دهنده است. زيرا خدايان ايران به سرشت خدايی هستی یافتند. آنان دانا و بينا يا فرمانرا و گرداننده سامانی نيستند تا برای آدمها، که بيشتر از جانوران به خرد آراسته هستند، فرمان يا پيامی برای زيستن بفرستند.
آدم هم از آميزش ِ پنج خدا روييده است. يعنی از آميختگی‏ی اين خدايان روييده است: آرمينی (زمين)، رام (هوا يا باد)، آناهيد (آب)، مهر (خور) و خرد آدم هم از ماه گرفته شده است. يعنی بخشی از هستی اين خدايان پيکر و هستی آدم را ساختار هستند. اين جهان بينی (به جز اين که خرد آدم را از ماه می پنداشتند) چندان از دانش امروز دور نيست. خدایانی که آدم یا جانداران را ساختار شدند، یکی که آگاهانه نبوده، دیگر این که هستی ی آنها در پیکر جانداران به آسانی در خور آزمون است.
در فلسفه يا بينش استاد، واژگان در هر زبانی از ديدگاه يا از فرهنگ ِ همان مردم می رويند. اين است که هر واژه ای را نمی توان به سادگی و بدون شناخت فرهنگی به زبانی ديگر برگرداند. برای نمونه‏: کلمه‏های عربی که در ديدگاه قبيله نشينان عرب جای دارند با واژگان پارسی، که از فرهنگ زايندگی برآمده‏اند، همسنگ نيستند که بتوان یکی را جایگزین دیگری کرد. استاد جمالی بارها نوشته است: تا زمانی که، الله بر ايران و ايرانی حاکميت دارد، هرآنکس که واژگان پارسی را به جای کلمه‏های عربی به کار ببرند به فرهنگ ايران ستم ورزیده است.
اشاره به چند کلمه ی عربی نابرابر با واژگان پارسی:
الله < خدا،
خلق کردن < آفريدن،
حکم < فرمان،
حاکم < فرمانرا،
محکمه < دادگاه،
مدعی العموم < دادستان،
(شريعت،عقيده، احکام ، سنت، عادت) < فرهنگ،
عقد < پيمان،
عقل < خرد،
عبادت < نيايش،
عبوديت < پرستش،
صلواة < نماز،
عزاداری < سوگواری،
رسول < پيامبر،
قاضی < داور،
وکيل < نماينده،
خليفه < رهبر و بسيار واژگانی ديگر که تنها در فرهنگ ايران ارزشمندی خود را دارا هستند. شيعيان ِ دزد و دروغوند دانسته يا نابخردان ِ روشنفکر ندانسته واژگان ِ گرانمايه‏ ی ايرانی را به زبان عربی پيشکش می کنند و با اين کار درونمايه‏ ی فرهنگ ِ ايران را به گنداب شريعت اسلام آلوده می سازند.
در اين جا بايد اشاره کنم که نه تنها روشنفکران اسلامزده، واژگان را از دهان گنديده ی آخوندهای ايران ستيز برداشت می‏کنند وآنکه برخی از شيفتگان و ستايشگران استاد هم بی پروا با آخوندهای دروغوند همآوايی می‏کنند. برای نمونه: پيروان ” يزيدی” را “ايزدی” می خوانند يا جهادگران ” دولت های اسلامی ” را مانند آخوندها ” داعشی ” می خوانند. دستکم آخوندها می‏دانند که چرا دروغ می‏گويند ولی اين کسان از کوتاهنگری ندانسته تنها زبان آخوندها دراز تر می‏کنند.
همانگونه که دانشمندان ِ پژوهشگر پيدايش ِ جانداران را گام به گام و ريزه به ريز جسته و در ديگ ِ خرد به ژرفی پخته اند، و از برآيند ِ آنها دريافته‏ اند که بُن ِ همه‏ی جانداران از يک تخم يا از يک هسته است. سپس اين دانه يا هسته در درازای ميليون‏ها سال تنه به تنه و شاخه به شاخه با ويژگی‏هايی گوناگون از يکديگر دور شدند يا در هم آميخته اند. آدم هم از تنه‏ ی ميمون‏ هايی شاخه گرفته و رفته رفته به سيمای کنونی در آمده است.
استاد جمالی هم ريزه‏ های فرهنگ ِ ايران را از لابلای بنداده‏ ها، داستان‏ ها، سروده ‏ها، آيين‏ ها، پندارها و واژگان گردآوری کرده و دانه دانه آنها را به هم پيوند زده و سرانجام نمایی از فرهنگ ايران را آشگار ساخته است. از آنجا که بيشترين مردمان به عقيده‏ های پسمانده بيمار هستند، آنها نمی‏خواهند بپذيرند که آدم هم از جانوران پيشين برآمده است، بيشترين روشنفکران هم که به اسلامزدگی خو گرفته ‏اند، نمی‏توانند فرهنگ ايران را به همراه ِ يافته‏ های جمالی بپذيرند و رديابی کنند.
استاد نشانه‏های فرهنگ ايران را هم در بنداده‏ ها يا در عرفان ايرانی نشان داده است، او فرهنگ ايران را در سروده‏ های عطار، مولوی، سنايی و سعدی هم رد يابی کرده است. برای نمونه او نشانه‏ هايی از اين فرهنگ را در سروده‏ های مولوی يافته و در اين پژوهش عرفان ايرانی را شناسايی کرده است. برخی از شيفتگان ِ جمالی، از کژپنداری، مولوی را نماد ِ فرهنگ ايران می‏ پندارند، از سخنان استاد چنین گمان می برند که مولوی با فرهنگ زنخدايی آشنايی داشته است. در جاييکه مولوی بر اين کوشيده است که با دستبرد به داستانهایی و بند زدن به معبود های اسلامی از خشونت اسلام بکاهد. از اين روی او عرفان ِ ايرانی را به شريعت اسلام پيوند زده است. او در اين راه نتوانسته که از خشونت الله بکاهد ولی توانسته است که عرفان ايرانی را به زهر ستمگری و ستم پذيری آلوده کند.
اکنون می بينيم: ايرانی هايی که از اسلام می‏گريزند به ستايش يا گوارش سروده‏های مولوی می‏پردازند و از خوی گورپرستی به قونيه هم می‏روند تا، با شيوه‏ی شيعيان گورپرست، برده منشی و اسلامزدگی را در خود باز سازی کنند.

مردو آناهید
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زادروز مهر

زادروز مهر یا جشن کریسمس بر همه خردمندان و آزادگان جهان شادباد

مردو آناهيد

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يافتن ِ نشانه‌ های فرهنگ ایران دراروپا، از سوی فارسی زبانها به ويژه اسلامزدگان، بسيار دشوار است. زيرا ما می ‌دانيم که نشانه‌هايی، از فرهنگ کهن ما در فرهنگ امروز اروپايی‌ ها، وجود دارد ولی ما نمی ‌دانيم چه چيز را می ‌جوييم.
ميترايی‌ های از ايران رانده شده، هم زمان با آغاز دين مسيحی، وارد روم شده بودند و تا پیش ازگسترش دین مسيحی، بر سامان باور رومی ‌ها نفوذ چشم گيری داشته اند. دين مسيحی، که نوسازی دين يهودی بدون خشم و آزار ِ ديگران بود، يک جهان بينی استواری برای سامان کشور داری نداشت. اين بود که پس از چندی دين مسيحی با نهاد و شيوهای ميترايی در سيمای دين تازه ‌ای نمايان شد. نيايشگاهای روم به کليسا و تنديس‌ ها درون آنها هم برای خدايان تازه وارد( پدر، پسر، روح مقدس، ماريا) دگرگون شدند. خدايان تازه بر خلاف يهوه، خدای يهوديها، چون خدايان رومی ‌و آريايی همسان انسان و با چهره ی انسانی بودند.
اين بود که پدر آسمانی از شادی مرمان شاد و از رنج آنها اندوهگين می ‌شد. جشن‌ ها، بزرگداشت‌ها، ستايش-‌های ديرين را برای مسيح نو وارد برگزيدند. البته آگاهی کليسا از پديده‌ ها ی آسمانی اندک بود و نمی ‌توانست که سامان گردش ماه و ستارگان را بدرستی شناسايی کند.
در سال ۳۵۴ مسيحی، کليسا جشن زاد روز خورشيد يا زاد روزمهر ( ماه دهم، آغاز دی، ۲۵ د سامبر) را، برای جشن زاد روز عيسی بر می ‌گزيند. اين روز که خورشيد از زمين دورترين فاصله را دارد دوباره زاده می ‌شود. گمان می ‌رود که در نخستين بار زرتشت، راه و روند خورشيد، درازترين و کوتاه ترين شب و روز، را شناسايی کرده است.
شيوه-‌های جشنهای عيد پاک که با جشن های نوروز همآهنگی دارند، بازگو کننده-ی آيين ايرانيان هستند. اگر نام ماه-‌ها را در اروپا کمی بررسی کنيم، می ‌بينيم که هنوز، در بُن واژه‌-ها ، رد پای انديشه-ی پيشين را در خود نگه داشته-‌اند. در زبان لا تين معنای سپتا- مبر= هفتم، اوکتو- بر= هشتم، نوا- مبر= نهم و د سا- مبر= دهم است، که با ماه‌های مهر، آبان، آذر و دی برابر هستند، ولی در سالنمای اروپايی اينها نام ماه‌ها ی، نهم، دهم، يازدهم و دوازدهم هستند.
در بيشتر گويشهای اروپا، نام روزهای هفته با برخی از هفت نام روزهای هفته-ی ایرانی ها همسانی دارند. برای ساده نشان دادن اين همآهنگی، نام برخی از روزهای هفته را در انگيسی و برخی را در آلمانی برانداز می ‌کنيم.
به انگليسی روزهای شنبه، يک شنبه، دو شنبه و سه شنبه:(Satur- day = کيوان، فرخ روز)، (Sun-day = خور، روز مهر)، (Mon – day = روز ماه)، (Tues -day = بهرام روز)، ناميده می ‌شوند. به آلمانی روزهای پنج شنبه وآدينه به آلمانی: (Donners-tag = روز خدای ابر و باد = روز رام، راميار)، ( Frei-tag= روز افرديت = ونوس= ناهيد = زهره= آدينه) خوانده می ‌شود.
در اين ياد داشت خيلی کوتاه و فشرده نشان داده شد که واژه-‌های فرهنگ نياکان ما بيشتر دراروپا، با پيوند به سرشت و سرچشمه-ی آنها، يافت می ‌شوند. پژوهش و بررسی در اين زمينه، پيش از آغاز به کار، نياز به خرد و نيرويی دارد که بايد درانديشه-ی پژوهنده فراهم شود.
مردو آناهيد
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چاشنی های اندیشه

Phrases 1

Die größte Unterdrückung ist die
dass im Namen einer ausschließlich gültigen Wahrheit
die für alle maßgeblich sein soll
den Einzelnen das Recht auf ihr
eigenes freies Denken strittig gemacht wird


همه چیزرا همگان دانند
حکومت برپایه دانائی ِهمگان
نه برپایهِ دانائی الله
همگان: کارگروکشاورزوآموزگاروپزشک و







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چاشنی های اندیشه

Masochism

ماسوخیسم

گوهر شریعت اسلام، رحمانیت و رحمت است. این حقیقت را هنگامی میتوان بخوبی شناخت که بیادآورد که « الله »، حکیم است، وهمه افعالش با « حکمت » سروکاردارند، از این رو نیز احکام اسلامی و حکومت اسلامی نیز همه جوهرحکمت دارند.

 حکمت چیست؟ حکمت، بکاربردن « شرّ» برای رسیدن به « خیر» است. از آنجا که الله، عالم به همه چیزهاست و غایتش، رحمت است، و میداند که انسان، جاهل و ظالم (تاریک کننده حقیقت) وکنود است، با « غضب » که « شرّ » است، میکوشد که انسان را به « رحمت بی نهایتش » برساند.

 اینست که با دادن عذاب و شکنجه و تهدید و قتل، به انسان « رحم » میکند و شامل رحمت گسترده خودش میکند. هرگونه عذاب و نقمت و تهدید وشکنجه گری الله به انسان، به غایت همین ایجاد « رحمت ورحمانیت » اوست. مسئله بنیادی، اینست که باید دیده ژرف داشت و در زیر قهر و عذاب و شکنجه الهی، این رحمت بی نهایت الله رادید و ازآن به حد اعلی لذت برد.

 روشنفکران دینی، بجای ساختن اسلامهای کذائی رحمانی، باید به ملت بیاموزند که چگونه در زیر پوشش قهر و غضب الله، میتوان مغز لذید رحمت الله را چشید. باید شیوه های گوناگون « ماسوخیسم » را به موءمنان بیاموزند تا از عذاب و شکنجه و کشتار حکومات اسلامی، رحمت بی اندازه الله را ببینندو ازآن کام ببرند.

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az nou sabz va taze shawim

سیاه مشق های روزانه یک فیلسوف – بخش دوم – صفحه ۶۶ – ۶۹

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منوچهر جمالی : سیاه مشق های روزانه یک فیلسوف – بخش دوم
صفحه ۶۶ – ۶۹